„Spün, spün, spün …! Losst’s es spün!“

So einfach und klar die Botschaft eines bekannten österreichischen Trainerausbildners.

Und so sieht das wohl auch Mathias. „Das war ein richtig lustiges Turnier. Wir kamen so viel zum Spielen und es machte auch Spaß, einmal keinen erwachsenen Trainer zu haben, sondern Kinder, die uns helfen“, ist der junge Gunskirchner begeistert. Gemeinsam mit seinen Freunden machte er in einem Team bei unserem gestrigen 3vs3-Turnier mit, und wie beim Kicken in der Freizeit, brauchten sie auch diesmal keinen Coach. Unser ebenfalls aus Gunskirchen stammender Viertklassler, Elias, unterstützte sie nur organisatorisch, gab ihnen manchen Hinweis und sprach ihnen Mut zu!

„Unsere ‚Großen‘ sollten wirklich nur als Betreuer helfen oder den einen oder anderen Tipp geben. Neben der Betreuung der Teams übernahmen unsere Schüler auch sämtliche anderen Aufgaben, die in der Organisation eines Turniers notwendig sind. Schiedsrichter, Turnierleiter, Teambetreuer, Fotograf … das wurde alles von den Kindern selbst gemacht. Sie waren da super organisiert und sehr bemüht“, verrät mit Simon Winkler einer unserer Fußballtrainer und der Hauptorganisator des Turniers. Genauso wie die anderen Fußballtrainer stand er bei Bedarf natürlich zur Verfügung und konnte sich erneut ein Bild davon machen, dass die Spielregeln die wesentlichen Dinge automatisch einfordern, wie die ständige Aktivität jedes einzelnen Spielers. „Im 3vs3 muss sich jeder ständig einbinden. Auffallend war, dass heuer mehr Mixed-Teams dabei waren. Das heißt, die Kinder haben sich teils einzeln angemeldet und wurden erst von uns in Mannschaften eingeteilt. Wie schnell sich die Kinder zusammenfanden und welchen Spaß sie miteinander hatten, zeigt dann deutlich, dass Fußball eben verbindet“, so Winkler, der auch so manchen neuen Torjubel kennenlernte. „Da sind die Kinder sehr kreativ“, grinst er.

Aber … was hat das Ganze mit Alaba und Arnautovic zu tun?

Immer mehr sind in Fußballerkreisen die kritischen Stimmen zu hören, dass Österreich keine Käfig-Kicker mehr habe. Keine technisch begabten Fußballer, die durch selbstständiges Spielen Verantwortung, Organisation und eben das Kicken selbst automatisch lernen, dazu die Spielintelligenz bekommen. Dass Alaba und Arnautovic wohl zu den letzten gehören würden …

Dass dies nicht so bleiben soll, das wäre auch ein großer Wunsch unserer Schule. „Es ist zwar kein Käfig, den wir beim 3vs3-Turnier anbieten, aber es ist genau unser Ansatz. Mehr Ballkontakte, mehr zu lösende Spielsituationen, mehr Tore, mehr Bewegung … einfach mehr spielen. Daher freut es uns sehr, dass die Kinder das so gut annehmen“, erklärt mit Roman Rankl der Fußballkoordinator unserer Schule, dem sehr viel daran liegt, dass die Kinder frei kicken und Freude daran haben. „Weg vom Handy, weg vom PC … Ball auf den Fuß oder in die Hand und spielen, üben, trainieren. Wer Freude daran hat, besser zu werden und sich zu matchen, ist bei uns und bei so einem Turnier genau richtig. Der Ehrgeiz soll dann genauso da sein, wie der Mut, in jeder Situation den Ball haben zu wollen und sich auch zu trauen, als letzter Mann zu ’schleppen‘. Aus Fehlern lernen die Kinder und wenn sie die Situationen erleben, lernen sie auch, diese zu lösen.“

Und wie sich auch gestern zeigte: Es macht Spaß, einfach zu spün …

Spielerisch und praxisnah lernen, … im Fußball wie in der Schule!