Wenn das Eisen glüht, die Späne fliegen, sich der Ton auf der Töpferscheibe dreht und die Nähmaschinen rattern, dann ist eines klar: Hier wird nicht nur zugeschaut – hier wird selbst angepackt!

Gemeinsam mit ihrer Werklehrerin Margit Radner tauschten die Schülerinnen und Schüler der des dritten Jahrgangs das Klassenzimmer gegen spannende Werkstätten. Passend zum Schwerpunkt Berufsorientierung in der 3. und 4. Klasse erhalten die Jugendlichen dabei die Möglichkeit, verschiedene Handwerksberufe nicht nur kennenzulernen, sondern selbst auszuprobieren. Pro Schuljahr stehen zwei Werkstätten auf dem Programm.

Und dabei waren alle mit Feuereifer bei der Sache! In der Schmiede wurde es heiß: Die Schülerinnen und Schüler konnten beobachten, wie hartes Eisen mithilfe von Feuer plötzlich formbar wird. Unter professioneller Anleitung durften sie anschließend selbst Hand anlegen und erste einfache Werkstücke anfertigen. Eine ganz besondere Erfahrung, bei der Kraft, Konzentration und Fingerspitzengefühl gefragt waren.

Etwas ruhiger, aber nicht weniger spannend ging es in der Keramikwerkstatt zu. Hier konnten die Jugendlichen selbst an der Töpferscheibe Platz nehmen und erleben, wie aus einem einfachen Klumpen Ton nach und nach ein ganz persönliches Gefäß entsteht. Die fertigen Stücke werden anschließend in der Schule gebrannt und glasiert – und so aus den ersten Versuchen echte kleine Kunstwerke.

In der Holzwerkstatt hieß es dann: Maschine an und Späne fliegen lassen! Unter fachkundiger Anleitung arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an der Drechselbank und fertigten eigene Werkstücke aus Holz an. Besonders schön dabei: Aus einem zunächst unscheinbaren Stück Material entsteht Schritt für Schritt ein Produkt, das man am Ende selbst in den Händen halten kann.

Kreativität und Geschick waren auch in der Textilwerkstatt gefragt. Mit der Nähmaschine gestalteten und nähten die Jugendlichen ihre eigenen Umhängebeutel. Dabei wurde konzentriert gearbeitet, ausprobiert und natürlich auch so manches Mal neu angesetzt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: individuelle Einzelstücke, die gleich stolz mit nach Hause genommen wurden.

Genau das macht diese besonderen Werkstatt-Vormittage aus: Die Schülerinnen und Schüler lernen nicht nur verschiedene Materialien, Werkzeuge und Arbeitstechniken kennen. Sie erleben auch, wie viel Freude es macht, mit den eigenen Händen etwas entstehen zu lassen. Ausprobieren, Fehler machen, Lösungen finden, dranbleiben – und schließlich das eigene fertige Produkt betrachten: Das sorgt für viele Erfolgserlebnisse und vielleicht auch für die eine oder andere Idee für die spätere Berufswahl.

Werklehrerin Margit Radner begleitete ihre Schülerinnen und Schüler durch diese abwechslungsreichen Vormittage – und die waren mit viel Neugier, Eifer und Begeisterung bei der Sache.

Ein tolles Projekt, bei dem Berufsorientierung im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ wird: hinschauen, ausprobieren, anpacken – und am Ende stolz sagen können: Das habe ich selbst gemacht!

Bei der zweiten Gruppe der dritten Klasse herrscht noch die Vorfreude: Sie dürfen am kommenden Freitag ihre handwerklichen Talente verfeinern!