Ein Lambacher Ex-Schüler im Dress von Ajax Amsterdam? Coole Sache … Die ergab sich für den heute 17-jährigen Lukas Bozsoki. Wie Samet Ceri, der erst kürzlich sein Profidebüt in Wels gab, kommt auch Luki aus Stadl-Paura. Und wie Samet, hinterließ auch Luki in der Sportmittelschule bleibende Eindrücke.
„Wahrscheinlich aber auch, weil ich ein Heißsporn war und leider noch immer bin“, grinst er und spielt dabei auf eine vermeintliche Schwäche an. Eine Schwäche, die bei genauerem Hinsehen aber auch als Stärke wahrgenommen werden kann. Etwas, das Luki auszeichnet, wenn er sie für sein dynamisches Spiel und sein Engagement am Platz richtig nützt. Also eine Schwäche, die Lukas durch geschickten Umgang und viel zusätzlichem (mentalen) Training zu einer Stärke umfunktionieren kann und die den Unterschied ausmachen wird.
„Ich kann einfach nicht verlieren“, verrät er, „zum Glück hatte ich in der Sportschule Lehrer, die damit umgehen konnten, die mich unterstützt bzw. sogar forciert haben. Und zum Glück war auch der damalige LAZ-Leiter so von mir überzeugt, dass er mich in den Hauptkader holte, obwohl ich nicht im Vorkader genommen wurde und obwohl ich so ein Heißsporn war. Ich durfte gleich mit den Älteren trainieren. Das war anfangs schon hart. Ich verlor oft (grinst), das hat mich speziell herausgefordert. Das Vertrauen hat mich aber bestärkt und ich steigerte mich tatsächlich, wurde viel besser und bekam auch viel mehr Selbstvertrauen“, erinnert sich Bozsoki an seine Zeit in der Sportmittelschule zurück.
Positiv erinnert sich auch sein ehemaliger Klassenvorstand: „Dass Luki für Fußball brennt, sah man vom ersten Tag an und dass er talentiert ist, war für uns auch nicht zu übersehen“, so Jürgen Ortner und erklärt, dass man „als Lehrer von so einem talentierten Burschen auch manchmal Nachsicht walten lassen muss. Immerhin war es zu Stoßzeiten schon eine Herausforderung, alle Aufgaben fristgerecht abzugeben“.
Nach der Mittelschule ging es für ihn weiter nach Linz, in die Akademie des LASK. Dabei hätte es auch Wien werden können, war doch auch die Austria daran interessiert, ihn weiter auszubilden. Nachdem Lukas die Entwicklungsrädchen in Bewegung brachte, machte er kontinuierlich Fortschritte und wurde schon vor einem Jahr mit einem Jungprofivertrag belohnt. Ein weiterer Schritt, der ihn zum Ziel bringen soll. Nun kam vor wenigen Wochen eine ganz besondere Bestätigung hinzu, die zeigt, welch großes Potential in Luki schlummert. Er wurde von Ajax Amsterdam zu einem Turnier in die Niederlande eingeladen. Zu dem Traditionsverein, der für seine Nachwuchsarbeit weltweit bekannt ist und der für viele Experten zu den besten Akademien der Welt zählt. „Es kam für mich unerwartet und freut mich, dass so ein großer Verein Potential in mir sieht“, so Luki, der sich in den Niederlanden auch an seine Zeit in der Sportmittelschule erinnerte. „Es wurde nur Englisch gesprochen. Da hat es mir super geholfen, dass schon in Lambach in vielen Fußballeinheiten Englisch gesprochen wurde und ich mich am Platz verständigen konnte“, grinst der ehrgeizige Stadlinger, der auch von den vielen Zuschauern und den Ajax-Ultras angetan war, die ihm zuschauten. Ganz besonders gefiel ihm jedoch die Spielweise. „Wir hatten wenige taktische Vorgaben, ich durfte sehr frei spielen“. Diese Freiheit nützte er dann auch gleich für einen Treffer im Ajax-Trikot.
Zu dieser Einladung kam es übrigens, weil der Lask eine Kooperation mit dem Traditionsverein aus den Niederlanden einging. „Ajax bekommt alle Daten unserer Spieler und all ihrer Partnervereine. Sie achten dabei auf spezielle Parameter, nach denen sie Spieler auswählen und zu derartigen Turnieren einladen. Lukas war einer von zwei Spielern, die wir schicken durften“, erklärt Lask-Nachwuchskoordinator Philipp Leeb.
Lukas möchte die neu gewonnen Erfahrungen nun nützen, um sich weiter zu entwickeln und den nächsten Schritt zu schaffen. „Ich hab zwar einen Jungprofivertrag, spielte zuletzt aber trotzdem ’nur‘ U18 und hab es noch nicht zu den Amateuren geschafft. Dieser Schritt ist mein nächstes Ziel, von mehr brauche ich aktuell noch nicht zu träumen. Schritt für Schritt“, weiß Lukas, dass es noch ein weiter Weg ist, um seine Ziele zu erreichen.
Wir wünsche ihm alles Gute und hoffen, dass er sich an seinem großen Vorbild orientieren kann. Gelingt es Lukas die gleiche Arbeitsmoral an den Tag zu legen und so fokussiert auf Fußball und seine Entwicklung zu sein, wie Cristiano Ronaldo das war und ist, dann sind wir überzeugt, dass ihm die nächsten Schritte gelingen werden. Diesen Fokus zu halten, sich in Verzicht zu üben und alles dem Ziel unterzuordnen, zählt wohl zu den schwierigsten Herausforderungen unserer Zeit … Alles GUTE, Luki!!!!
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Lukas Bozsoki im Dress seines Vereins Lask ...
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... bei dem er derzeit in der U18 spielt und bereits einen Jungprofivertrag bekam.
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Sowie im Trikot von Ajax Amsterdam im Spiel gegen den RSC Anderlecht.
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Für die Verständigung bei Ajax brauchte es seine Englisch-Kenntnisse ...
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Lukas als Fan seines Heimatvereins, Blau Weiß Stadl-Paura ...
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Als Knirps konzentriert im Training!